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Fahrtauglichkeit im Alter – gesund und sicher im Straßenverkehr

21.09.2017
Foto: Dr. med. Jascha Wiechelt, Otto-Fricke-Krankenhaus

Dr. med. Jascha Wiechelt
Chefarzt Geriatrie
Otto-Fricke-Krankenhaus
Bad Schwalbach/Wiesbaden



Mobilität im Alter bedeutet für viele ein wichtiges Stück persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung. Allerdings haben Autofahrer im Straßenverkehr auch eine große Verantwortung und sollten deshalb stets auf ihre Fahrtauglichkeit achten. Wer mit Erkrankungen oder körperlichen sowie altersbedingten Beeinträchtigungen zu kämpfen hat, sollte sich nicht ohne weiteres ans Steuer setzen. Zwar liegen die Stärken älterer Autofahrer in der Erfahrung, Gelassenheit und Routine, aber sie haben auch mit Nachteilen zu kämpfen: Autofahrer ermüden mit zunehmendem Alter oft schneller, das räumliche Wahrnehmungs- und das Reaktionsvermögen sowie die Sehstärke nehmen meist ab. Zudem nehmen Menschen in höherem Alter oft Medikamente, die die Konzentration und Fahrtauglichkeit beeinflussen können.
Tatsache ist, dass Krankheiten – auch seelische – und Medikamente die Koordination und Konzentration am Steuer erheblich beeinträchtigen können. Gesundheits- und Medikamentenchecks sind ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr.
Wer sich unsicher ist, ob er sein Auto noch sicher im Straßenverkehr bewegen kann, sollte sich auf jeden Fall freiwillig von fachlicher Seite beraten lassen – übrigens völlig unabhängig vom Alter. Überprüft werden sollten neben der Sehkraft das Gehör, die Beweglichkeit, die Aufmerksamkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit des Fahrzeugführers sowie die Funktion von Herz, Leber und Nervensystem.

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