Haut, Haare und Ästhetik

Hautpflege im Herbst und Winter

Hautpflege ist kein Hexenwerk. Doch mit einer Creme allein ist es jetzt nicht mehr getan. Fehler können hier schnell in die Faltenfalle führen und vorzeitige Hautalterung begünstigen.

20.11.2017
Frostschutz oder Feuchtigkeit? Eine gute Pflege bietet beides.  Foto: Adobe Stock / Victoria Chudinova Frostschutz oder Feuchtigkeit? Eine gute Pflege bietet beides. Foto: Adobe Stock / Victoria Chudinova

Draußen ist es jetzt richtig frisch. Die Haut aber ist es nicht. Im Gegenteil. Sie fühlt sich im Herbst vielmehr gespannt, trocken und rau an. Juckreiz ist die Folge. Experten sprechen hier von „Winter-Dermatitis“. Und die ist nicht nur eine Frage von Schönheit und Wohlbefinden. Angegriffene, spröde Haut ist auch anfälliger für Viren, Bakterien und Pilze.
Der Grund für diese Hautkrise: Bei Kälte greifen die Schutzmechanismen des Körpers. Das heißt, die Poren ziehen sich zusammen, um Wärme zu speichern. Dadurch wird die Durchblutung der äußeren Hautschichten gedrosselt, wodurch die Haut schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Zudem stellen die Talgdrüsen, die für den schützenden Fettfilm der Haut zuständig sind, die Produktion ein.
Schuld an trockener Haut ist aber auch der stete Wechsel zwischen der Heizungsluft drinnen und der kalten, trockenen Luft draußen. Deshalb kommt es jetzt besonders auf die richtige Pflege an.

Anzeige

Fett und Feuchtigkeit im Wechsel spenden

In dieser Hinsicht gilt jetzt genau das Gegenteil zum Programm der Sommersaison. Das heißt: Tagsüber, wenn man an der frischen Luft ist, sollte man eher eine fetthaltige Creme auftragen. Sie schützt besonders gut vor Kälte. Nachts löscht eine Feuchtigkeitscreme den Durst der trockenen Haut. Zusätze wie Gammalinolsäure, (Dex)panthenol und Antioxidantien wie die Vitamine A, C und E bieten der Haut einen effektiven Schutz.
Speziell für empfindliche, allergische Haut gibt es hypoallergene Pflege. Sie ist frei von irritierenden Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen. Dazu sollte man ein- bis zweimal pro Woche eine reichhaltige Feuchtigkeitsmaske, z. B. mit Aloe Vera- oder Granatapfel-Extrakt, auftragen. Auch feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe wie Harnstoff (Urea) helfen der Haut, ihre Wasserspeicher wieder aufzufüllen.
Verzichten sollte man hingegen auf lange Vollbäder und zu heißes Duschen. Und wenn man sich duscht oder badet, pH-Wert-neutrale, ölhaltige oder Rückfettende Produkte verwenden.
Ein guter Feuchtigkeitsspender ist auch das Salz des Toten Meeres. Es enthält eine Vielzahl von Mineralstoffen. Neben Natrium (Meersalz) zum Beispiel sehr viel Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Mangan. Diese Stoffe entschlacken den Körper und haben einen beruhigenden, zellerneuernden Effekt. Zudem stärkt das Salz den natürlichen Feuchtigkeitsmantel der Haut, glättet und strafft diese und macht sie frisch und rein.

Haut-Nährstoffe von innen tanken

Die Haut kann aber auch über die Ernährung gegen die Trockenheit gewappnet werden. So tun ihr Nahrungsmittel mit Silizium und Gamma-Linolensäure (GLA), enthalten etwa in Borretschsamenöl, gut.
Das Spurenelement Silizium steckt in Hirse, Hafer und Kartoffeln. Es ist an der Bildung von Kollagen und Elastin in der Haut beteiligt.
Auch Carotinoide – die Vorstufe des Hautvitamins A – aus Möhren, Mango, Aprikosen und Rote Beete machen die Haut von innen zart und fein.
Dazu sollte man täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser, Tee oder Saftschorlen trinken. So wird die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt und der Stoffwechsel beim Abtransport von Schadstoffen und Abfallprodukten unterstützt. (red)