Gehirn, Psyche und Verhalten

Mobbing auf der Arbeit: Wenn nichts mehr geht

Wenn die Schikanen unter Kollegen und Vorgesetzten nicht nachlassen, sollten Betroffene schnell Hilfe suchen.

19.02.2018
Foto: Fotolia / Minerva Studio

Angreifen, auslachen, schikanieren – mehr als 100 Mobbing-Handlungen haben Forscher zusammengetragen. Laut Statistischem Bundesamt waren 15 Prozent der Arbeitnehmer schon mal Opfer. Die Dunkelziffer ist hoch, da sich viele aus Scham nicht trauen, damit in die Öffentlichkeit zu gehen und sich Hilfe zu holen.
Warum Menschen von anderen gemobbt werden – dafür gibt es viele Gründe. Am häufigsten liegen die Ursachen in der Persönlichkeitsstruktur von Opfern und Tätern, aber auch Neid wegen vermeintlicher Privilegien oder der Kampf um den Arbeitsplatz können zu diesem Verhalten führen, erklären die Experten des Onlineportals hilfe-bei-burnout.de.
Und das hat Folgen, leider meist nur für die Opfer. Diese fühlen sich häufig hilflos und ohnmächtig. Die Motivation für die Arbeit geht sofort verloren. Die Firma wird zu einem angstbesetzten Ort. Selbstzweifel und Nervosität nehmen zu, was zu Fehlern und Leistungsknicks führt, die wiederum Anlass zu weiterer Kritik geben, diesmal von höherer Ebene. Die Fehlzeiten durch Krankheitstage nehmen zu. Irgendwann steht dieser Mitarbeiter dann auf der „roten Liste“, wird womöglich gekündigt. Da sich die Probleme von der Arbeit auch in die Familie verlagern, steigt auch hier die Belastung. Die Betroffenen fühlen sich meist ausgebrannt und sind psychisch und körperlich am Ende. Psychologen raten deshalb, schnell aktiv zu werden. Eine Psychotherapie führt zu konkreter Entlastung, indem sie den Betroffenen aufbaut und Wege aus der Mobbing-Falle aufzeigt.(red)

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