Augen, Nase und Ohren

Richtig Tauchen – Barotrauma vermeiden

Im Winter ist man öfter mal erkältet. Wer dann zum Beispiel im Wasser zu schnell oder zu tief abtaucht, könnte ein Hörproblem bekommen.

27.12.2017
In der Tiefe aufpassen  –  keine Taubheit riskieren.  Foto: Adobe Stock / JonMilnes

Im Winter zieht es viele Urlauber in sonnige Gefilde. Nicht wenige gehen dann gleich richtig auf Tauchgang, in der Karibik oder auf den Malediven. Dabei können die Ohren gehörig unter Druck geraten.
So wie ein Luftballon in zehn Metern Tiefe durch den hydrostatischen Druck nur noch halb so viel Luft enthält wie auf der Wasseroberfläche, gerät auch das Mittelohr in der Tiefe in Bedrängnis. Dass der Hohlraum dazu noch starr ist und nicht flexibel wie Gummi, erhöht die Gefahr zusätzlich. Das Trommelfell wölbt sich dann nach innen. Dadurch werden die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel in Richtung Innenohr gedrückt, wie tauchersprechstunde.de berichtet. Doch dieser Druck kann nicht ausgeglichen werden, da das Trommelfell das Mittelohr quasi verschließt. So kann es zum Barotrauma kommen. Die wichtigsten Symptome: Schmerzen, Schwindel, Übelkeit und – in schweren Fällen – Blutungen im Mittelohr und ein Riss des Trommelfells. Daraus kann sich als Spätfolge eine Schwerhörigkeit entwickeln.
Der Hintergrund: Normalerweise kann der Druck über die Eustachische Röhre – die Verbindung zwischen Mittelohr und Nasenrachen – ausgeglichen werden. Ist man jedoch erkältet oder taucht man zu schnell ab bzw. wieder auf, kommt es zu Unterdruck im Mittelohr, gelingt das nicht, und es kommt zum Barotrauma. Nur langsames Abtauchen und eine Belüftung über die Ohrtrompete kann Probleme vermeiden. (red)

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