Augen, Nase und Ohren

Ohrenhygiene – darauf kommt es an

Unser Gehör reagiert sehr empfindlich auf jegliche Störung. Bei der Pflege kann man einiges falsch machen. Deshalb sollte man diese Tipps beherzigen.

03.08.2019
Auch ein Schmalzpfropf kann das Hören stören.  Foto: Fotolia / Alexander Raths Auch ein Schmalzpfropf kann das Hören stören. Foto: Fotolia / Alexander Raths

Ein lautes Konzert oder ein schnarchender Partner – um sich vor unliebsamen Geräuschkulissen zu schützen, greifen viele Menschen zu Ohrstöpseln. Doch gerade, wenn man diese täglich benutzt, sollte man auf eine gute Hygiene sorgen. Denn die Ohren sind sehr anfällig für bakterielle Infektionen.
HNO-Ärzte empfehlen maßgefertigte Ohrstöpsel vom Hörgeräteakustiker. Sie enthalten einen Filter, in dem sich Ohrenschmalz sammelt. Diesen kann man mit speziellen Säuberungshäkchen entfernen und das Ohr so länger sauber halten. Auch soll man diese Stöpsel täglich mit lauwarmem Wasser und Seife reinigen und in einer verschlossenen Box aufbewahren.
Ohrenschmalz an sich ist nicht unhygienisch. Im Gegenteil. Er hat die Aufgabe, Keime und andere „Eindringlinge“ im Ohr abzufangen und nach draußen zu befördern. Deshalb sollte man auch nur die Ohrmuschel mit Ohrenstäbchen reinigen und nicht den Gehörgang. Damit würde man den Schmalz nur tiefer ins Ohr drücken. Sollte sich bereits ein Schmalzpfropf gebildet haben, der das Hören behindert, kann man diesen durch Sprays aus der Apotheke sanft auflösen.
Bei Abszessen im Ohr sollte man nicht selbst herumdoktern, sondern zügig einen Facharzt aufsuchen. Wichtig ist, dass kein Eiter ins Mittel- oder Innenohr dringt. Auch droht ohne Eröffnung der Eiterbeule durch den HNO-Arzt oder Antibiotika eine gefährliche Blutvergiftung. (red)

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