Augen, Nase und Ohren

Hören bedeutet Lebensqualität

Mit Schwerhörigkeit sollte sich niemand abfinden - auch nicht im Alter. Denn die Fähigkeit, den Herzschlag der Welt um sich herum hören zu können, bedeutet, Teil dieses Universums zu bleiben.

24.04.2018
Mit der Welt in Verbindung bleiben.   Foto: Adobe Stock / jd-photodesign

„Geh doch mal zum Ohrenarzt“, hört ab dem 40. Lebensjahr so mancher vom Partner. Denn ab der Lebensmitte lässt das Hörvermögen immer mehr nach. Doch dauert es erfahrungsgemäß noch einmal mindestens zehn Jahre, bis man tatsächlich dort einmal vorspricht. Dabei kann ein einfacher Hörtest beim Hörgeräteakustiker einen ersten Anhaltspunkt liefern, wie es ums Gehör steht. Entweder bekommt man den Beweis dafür, dass der Partner tatsächlich nur zu leise redet, oder man erfährt, dass man ein echtes Hörproblem hat. Und je früher man das weiß, desto eher kann man etwas dafür tun, dass die Fähigkeit zu hören, nicht noch schneller nachlässt. Denn gut hören zu können, hat sehr viel mit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu tun, also mit Lebensqualität. Martin Blecker, Präsident der Europäischen Union der Hörakustiker e. V. (EUHA), rät deshalb: „Jeder sollte seinen persönlichen Hörstatus kennen. Wir Hörakustiker sind Experten in Sachen Hören. Wir beraten unabhängig, und unser Hörtest ist kostenlos.“
Liegt eine Hörminderung vor, kann jeder selbst entscheiden, welche weiteren Schritte er unternehmen möchte, um den Hörverlust durch eine Versorgung mit einem geeigneten Hörsystem auszugleichen. Der Vorteil: Dadurch strengt das Hören weniger an, und das Leben wird leichter. Wer gut hört, wirkt lockerer, da die Gesichtszüge entspannter sind. Auch muss man sich weniger auf das Hören konzentrieren und kann wieder erfolgreich an Gesprächen teilnehmen.(red)

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