Augen, Nase und Ohren

Auch die Haut hört mit

Wir hören nicht nur mit unseren Ohren. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass auch über die Luft Informationen über den Inhalt des Gesagten weitergetragen werden.

13.11.2017
Musik kann man nicht nur hören, sondern auch fühlen.  Foto: Adobe Stock_Mike Orlov

Beim Hören verlässt sich unser Gehirn nicht nur auf die Informationen, die aus den Ohren und über den Hörnerv zu ihm dringen. Wie man jetzt weiß, erhält das Gehör vielmehr Unterstützung von einem anderen Körperorgan: der Haut. Der Tastsinn nämlich registriert unwillkürlich geringste, beim Sprechen erzeugter Luftstöße und kann so bei der Interpretation des Gehörten mithelfen.
Diese Luftstöße entstehen vor allem beim Sprechen bestimmter Konsonanten wie eines hart klingenden „T“ oder „P“, während von weichen Konsonanten „D“ ober „B“ keine Luftbewegungen ausgehen. Forscher der Universität British Columbia in Vancouver konnten jetzt in Versuchen nachweisen, dass das Gehirn bei erschwerten akustischen Bedingungen auch Tastinformationen für die Wahrnehmung des Gehörten heranzieht, um beispielsweise „T“ und „D“ oder „P“ und „B“ unterscheiden zu können.
Nicht zuletzt helfen auch die Augen mit, bei Schwerhörigkeit oder in lauter Umgebung das gesprochene Wort des Gegenübers besser zu erfassen und zu verstehen. Das gelingt, indem sie verschiedene Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen deuten und von den Lippen lesen können.
Die zentrale Rolle beim Hören kommt allerdings nach wie vor den Ohren zu. Für dieses Zusammenspiel müssten die beteiligten Sinne natürlich einwandfrei funktionieren, so die Wissenschaftler.
Wenn es darum geht, einen Hörverlust optimal auszugleichen und Fragen rund um die Vorsorge, Hörtests und die Anpassung von Hörgeräten zu beantworten, sind Hörgeräteakustiker die besten Ansprechpartner. (red)

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