Alternative Heilmethoden

Mit Hypnose gegen Schlafstörungen

Millionen nehmen in Deutschland regelmäßig Schlafmittel ein. Doch auf Dauer machen viele dieser Medikamente abhängig. Die Hypnosetherapie kann eine sanfte Alternative sein.

01.06.2017
In Trance zur Ruhe finden.  Foto: fotolia_WavebreakmediaMicro

Trotz starker Müdigkeit nicht einschlafen können oder häufiges oder zu früh Aufwachen, nachts, ohne erkenntliche Ursache – das kennt sicher jeder. Manchmal stören Durst oder Harndrang die Nachtruhe. Auch Grübeln über Probleme oder Gedankenrasen sind in manchen Lebensphasen nicht selten. Der Grund: Normalerweise verarbeitet das Gehirn Gedanken und Gefühle in der REM-Phase des Schlafes, in der man auch träumt. Ist diese Funktion gestört, erleben Betroffene diese Prozesse im Wachzustand vor ihrem geistigen Auge. Hier ist dringende Hilfe geboten, denn der permanente Schlafentzug bzw. -Mangel reduziert die geistigen und körperlichen Kräfte.
Häufen sich die Ein- und Durchschlafstörungen, greifen viele Betroffene schnell zur Tablette. Verschreibungspflichtige Schlafmittel können allerdings – über einen längeren Zeitraum eingenommen – abhängig machen.

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Probleme tagsüber lösen lernen

Eine Alternative bei nicht organisch, sondern psychisch verursachten Schlafstörungen und Albträumen kann die Hypnosetherapie sein. Dabei werden die Patienten kontrolliert in einen therapeutischen Trancezustand versetzt. Anschließend versucht der Therapeut, in diesem Zustand die Gedanken und Gefühle seines Patienten neu anzuordnen. Dafür kommen laut Zentrum für Hypnose spezielle Angstlösungstechniken zum Einsatz, die den Kreislauf aus Angst und Schlaflosigkeit durchbrechen können. Die Psyche wird auf diese Weise wieder in die Lage versetzt, Probleme tagsüber zu bearbeiten und diese nachts aus dem Bewusstsein oder dem Unterbewusstsein loszulassen.
Viele haben Angst, dass sie während der Hypnose manipuliert werden und nicht mehr selbst handlungsfähig sind. Doch das ist ein Vorurteil. Denn die Patienten bleiben während der Sitzung im Vollbesitz ihres Bewusstseins und können die Therapie an jeder Stelle selbst unterbrechen.

Kein Ersatz für ärztlichen Rat

Der als Kurzzeittherapie konzipierte Behandlungszyklus beinhaltet in der Regel sechs bis acht Sitzungen mit jeweils zwei Therapiestunden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dazwischen und danach telefonisch vom Therapeuten betreut zu werden.
Wichtig: Trotz guter Erfolge sind Hypnotherapeuten keine Ärzte, sondern staatlich zugelassene Psychotherapeuten mit einer Zusatzqualifikation für Hypnosetherapie. Die Sitzungen können deshalb kein Ersatz für medizinische oder psychiatrische Eingriffe sein. Die Krankenkassen beteiligen sich nicht an den Kosten. (red)

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