Sport, Knochen und Gelenke

Gartenarbeit ohne Rückenschmerzen

20.04.2020
Auch im Grünen kommt es auf die richtige Haltung an.	Foto: Fotolia/Kzenon Auch im Grünen kommt es auf die richtige Haltung an. Foto: Fotolia/Kzenon

Der Frühling steht vor der Tür. Jetzt beginnt wieder die Gartensaison. Auch wenn Arbeit an der frischen Luft ein guter Ausgleich zum häufig bewegungsarmen Alltag ist, leiden besonders untrainierte Rückenmuskeln unter fehlerhafter Körperhaltung und zu tragenden schweren Lasten.
Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga mit den drei wichtigsten Tipps, wie sich Bewegungsabläufe rückenfreundlich gestalten lassen:
1. Aufrechte Haltung
Das gilt besonders bei Verrichtungen am Boden. Anstatt sich nach vorne zu beugen und mit dem Kopf nach unten zu arbeiten, entlastet eine kniende Position die Lendenwirbelsäule. Wer in der Hocke ein Knie auf den Boden stellt und den Unterarm am Oberschenkel aufstützt, stabilisiert sein Rückgrat zusätzlich. Ein Kissen unter den Knien sorgt dabei für angenehme Polsterung.
2. Lasten erleichtern
Schwere Gegenstände, wie Blumenerde oder Pflanzenkübel, mit Hilfe von Schubkarren oder praktischen Pflanzenrollern umsetzen. Lässt sich das Tragen nicht vermeiden, gilt es, nicht zu viel Gewicht auf einmal zu bewegen und die Kraft aus der Beinmuskulatur zu nutzen. Mit einer zur Hälfte gefüllten Gießkanne lassen sich also Rücken und Gelenke schonen und der Weg zum Beet ist nur halb so beschwerlich.
3. Das richtige Werkzeug
Höhenverstellbare Gartengeräte erleichtern die Arbeit erheblich. Auf verschiedene Körpergrößen einstellbare Rasenmäher gewährleisten eine aufrechte Position. Auch Unkrautjäten kann man heutzutage ohne einen gebückten Rücken. Geräte mit Teleskopstiel ermöglichen es, das lästige Grün einfach im Stehen zu greifen. (red)