Mund, Zähne und Kiefer

Neue Kariesprophylaxe für Kleinkinder

Süße Tees, Schokolade oder Lutscher greifen besonders den Zahnschmelz der Jüngsten an. Damit man früh vorbeugen kann, gibt es nun mehr Beratung und mehr Kontrolltermine.

04.10.2019
Gründliches Zähneputzen ist der beste Schutz.  Foto: Fotolia/tan4ikk Gründliches Zähneputzen ist der beste Schutz. Foto: Fotolia/tan4ikk

Bereits knapp 15 Prozent der Dreijährigen haben Karies. Bisher waren zahnärztliche Untersuchungen erst ab dem dritten Lebensjahr vorgesehen. Zu spät, fand auch der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und beschloss Anfang des Jahres 2019 die neuen Früherkennungsuntersuchungen und Prophylaxeleistungen für Kleinkinder ab dem sechsten Lebensmonat, also mit Durchbruch des ersten Milchzahnes. Demnach sind folgende Leistungen seit dem 1. Juli zusätzlich Teil des Leistungskatalogs der Krankenkassen:

1. Drei Zusatzuntersuchungen ab dem ersten Zahn: Zwischen dem 6. und vollendeten 33. Lebensmonat können drei zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Sie werden zeitlich auf die im „Gelben Heft“ aufgeführten kinderärztlichen Untersuchungen abgestimmt. Bis zum sechsten Lebensjahr sind nach wie vor weitere drei zahnärztliche Termine vorgesehen.

2. Aufklärende Beratungsgespräche: Die Untersuchungen enthalten beratende Gespräche, bei denen Zahnärzte Eltern über Ursachen von oralen Erkrankungen und die richtige Mundhygiene bei Kindern informieren.

3. Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack: Zweimal pro Kalenderhalbjahr werden nun die Zahnschmelzhärtung mittels Fluoridlack erstattet.
Professor Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe, begrüßt das neue Gesetz: „Was viele nämlich nicht wissen: Auch die Milchzähne sind enorm wichtig für die Entwicklung des Kindes.“ (red)