Kinder und Familie

Mit Kindern sicher in den Urlaub!

Damit unbeschwerten Ferien mit der ganzen Familie nichts im Weg steht, sollte man den Koffer mit Bedacht packen und auch am Urlaubsort ein paar Regeln beherzigen.

29.06.2020
Mit gut ausgerüsteter Reiseapotheke kann man unbesorgt einen  Familientag am Strand genießen.	 Foto: AdobeStock/Robert Kneschke Mit gut ausgerüsteter Reiseapotheke kann man unbesorgt einen Familientag am Strand genießen. Foto: AdobeStock/Robert Kneschke

Endlich Urlaub! Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist als sonst und vielleicht die große Auslandsreise sicherheitshalber verschoben wurde, stehen die Sommerferien vor der Tür und viele Familien können es kaum erwarten, endlich in den Urlaub zu starten. Denn baden und wandern kann man auch in Deutschland. Gerade aber, wenn die Kinder noch klein sind, gehören manche Dinge unbedingt ins Reisegepäck: Neben wasserfestem Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30) auch ein Sonnenhut oder eine trendige Kappe, die beim Spielen draußen aufgesetzt wird. Mindestens drei Badehosen oder Badeanzüge, damit sich das Kind nach dem Planschen umziehen kann. Denn auch wenn es warm ist und die Badekleidung schnell zu trocknen scheint, besteht doch die Gefahr einer Erkältung oder sogar einer Blasenentzündung, wenn die Hose nicht trocken ist. Und die kann gerade im Urlaub niemand gebrauchen.

In die Reiseapotheke

Eine gut ausgestattete und kindgerechte Reiseapotheke gibt im Urlaub Sicherheit. Auf jeden Fall gehören Pflaster (steril verpackte, aber auch bunte Trostpflaster für die kleinen Wehwehchen) und Verbandsmaterial samt Wunddesinfektionsmittel mit hinein. Dabei sollte darauf geachtet werden, Lösungen oder Sprays zu verwenden, die nicht brennen – das ist nicht nur bei der Wundversorgung von kleinen Patienten angenehmer, sondern auch, wenn ein Erwachsener verarztet werden muss. Neben einem Fieberthermometer und eventuell notwenigen Arzneimitteln zur Dauermedikation gehören auf jeden Fall Medikamente gegen Durchfall und Übelkeit mit ins Gepäck. Dazu zählt auch die berüchtigte Reisekrankheit, die gerade kleine Kinder oft unterwegs befällt. Hustensaft und Halspastillen sollten ebenso eingepackt werden wie Medikamente gegen Ohrenschmerzen und ein Präparat, das am besten gleichzeitig gegen Fieber und Schmerzen hilft, wie das Centrum für Reisemedizin auf seiner Website auflistet. Welches das Richtige für das eigene Kind ist, erklärt der Kinderarzt oder der Apotheker, der dabei auch das Alter und das Gewicht des Kindes beachtet. Immer dabei sein sollte auch eine Pinzette, mit der Splitter oder auch Zecken entfernt werden können (siehe Kasten). Auf jeden Fall sollte an wirksamen Insektenschutz gedacht werden: Für Kinder ab zwei Jahren eignen sich Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin. Pflanzliche Mittel und der Wirkstoff DEET in geringer Konzentration wirken nur kurz. DEET in einer höheren Konzentration ab 50 Prozent sollte erst bei Kindern im Alter von neun Jahren und älter angewendet werden, wie das Centrum für Reisemedizin weiter berichtet.
Der Insektenschutz sollte ebenso wie Pflaster, Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel natürlich auch beim Badeausflug oder bei der Wanderung im Rucksack dabei sein, damit im Notfall schnell gehandelt werden kann.

Sicher ins kühle Nass

Für Kinder gibt es im Urlaub oft nichts Schöneres als einen Tag im Schwimmbad oder am Badesee. Doch gerade dort müssen einige Regeln unbedingt beachtet werden, damit dem sicheren Badespaß nichts im Weg steht: Bevor man sich ins kühle Nass stürzt, muss der Körper unbedingt abgekühlt werden, gerade, wenn man vorher lange in der Sonne war. Deshalb ist es unverzichtbar, vor dem Schwimmen kurz unter die Dusche zu gehen. Kleine Kinder, die noch nicht schwimmen können, dürfen nur bis zum Bauch ins Wasser und sollten unbedingt Schwimmflügel an den Armen tragen. Klar, dass die Eltern oder andere Schwimmer trotzdem immer in der Nähe des Kindes bleiben. Denn auch wenn sich das Kind noch zusätzlich an eine aufblasbare Schwimmhilfe klammert, bietet sie keine Sicherheit im Wasser, so der DLRG auf seiner Website. Niemals sollte man mit ganz leerem oder auch mit ganz vollem Magen ins Wasser gehen. Und sollte gar ein Gewitter aufziehen, muss man umgehend aus dem Wasser kommen und in ein festes Gebäude gehen, denn bei einem eventuellen Blitzeinschlag ins Wasser ist Baden lebensgefährlich. (eva)

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