Haut, Haare und Ästhetik

Die richtige Hautpflege für die Kälte

Jetzt nagen Frost und Heizungswärme wieder an unsere Körperhülle. Um uns abschirmen zu können, braucht sie deshalb besondere Pflege und Aufmerksamkeit.

28.02.2020
Hoch in den Bergen an Fett und Sonnenschutz denken.  Foto: AdobeStock / drubig-photo Hoch in den Bergen an Fett und Sonnenschutz denken. Foto: AdobeStock / drubig-photo

In der kalten Jahreszeit ist die Haut vielen Belastungen ausgesetzt. Denn je niedriger die Temperaturen sind, desto weniger Fett produzieren die Hautdrüsen – bereits weniger als acht Grad wirken austrocknend. Zusätzlich stören warme Heizungsluft, kalter Wind, Regen und Schnee die Hautbarriere. Die unangenehme Folge: juckende, schuppende und gespannte Haut. Oft entstehen an den Fingern, Ellenbogen, Knien und Füßen kleine Hautrisse, durch die Bakterien eindringen können. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, rät daher, der Haut ausreichend Pflege zu gönnen, bevor Probleme entstehen. In der täglichen Pflegeroutine sind daher eine reichhaltige Nachtcreme, die durchaus auch morgens aufgetragen werden kann, eine Handcreme, eine Lippenpflegecreme und eine Urea-haltige Körperlotion Pflicht.

Rückfettende Wirkstoffe

Damit die Haut optimal versorgt wird, sollten Cremes & Co. im Winter grundsätzlich einen höheren Fettanteil und weniger Feuchtigkeit enthalten. Pflegeprodukte mit Panthenol, Pantothensäure, Allantoin oder Vitamin E wirken rückfettend, Harnstoff (Urea) ist ein guter Feuchtigkeitsspender. Es hängt jedoch vom Hauttyp ab, welche Pflegemittel genau passen. Ist die Haut eher fettig, neigt sie zu Trockenheit oder ist sie ein „Sensibelchen“? In der Apotheke vor Ort kann man sich zur hauttypgerechten Pflege beraten lassen.
Wichtig auch: nicht zu heiß duschen oder baden. Zu hohe Temperaturen greifen den Hautschutzmantel an. Für ein Wannenbad ist ein rückfettender Zusatz empfehlenswert, denn Schaumzusätze trocknen die Haut aus.

Gepflegt auf die Piste

Hoch auf dem Berg sind Kälte und UV-Strahlung besonders hoch. Wintersportler sollten ihre Haut deshalb mit wasserfreien oder zumindest wasserarmen Lipogelen, Fettpasten oder Wasser-in-Öl-Cremes verwöhnen. Darüber eine dünne Schicht Hautöl oder fettreiche Kälteschutzcreme. Sie halten die Kälte ab und verhindern das übermäßige Verdunsten von Hautfeuchtigkeit.
Beim Après-Ski oder bei längeren Aufenthalten in beheizten Räumen sollte man fettreiche Cremes besser entfernen, um eine Überwärmung der Haut zu verhindern. Auf der Piste unverzichtbar ist ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. (red)