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Minimalinvasive Gewebeprobenentnahmen: ultrapräzise und ambulant durchführbar

03.12.2019
Foto: RNS

Dr. med. Fabian Hänel
Facharzt für Radiologie
RNS Gemeinschaftspraxis
Wiesbaden



Wird im Rahmen der körperlichen Untersuchung oder mit Hilfe bildgebender Verfahren im Körper auffälliges Gewebe entdeckt, ist oft eine Probenentnahme (Biopsie) nötig. Denn nur so kann man sicher feststellen, ob es sich um eine gutartige Veränderung oder eine behandlungsbedürftige Erkrankung handelt.
Im Rahmen der modernen Behandlung vieler Erkrankungen ist unerlässlich, eine exakte Diagnose zu kennen, um den Behandlungserfolg zu optimieren. So kann beispielsweise bereits vor Einleitung einer medikamentösen Tumorbehandlung deren Erfolgsaussicht eingeschätzt werden.
Die Biopsie unter Kontrolle eines Computertomografen (CT) hat den Vorteil der äußerst präzisen dreidimensionalen Steuerung. Zudem hat der Arzt die Möglichkeit, Gewebeproben aus Körperregionen zu entnehmen, die mit anderen Verfahren schlecht oder gar nicht einsehbar sind (z. B. aus der Lunge).
Nach örtlicher Betäubung platziert er unter bildgesteuerter Kontrolle eine Probenadel millimetergenau und entnimmt anschließend Gewebezylinder. Durch die präzise Steuerung mit Sicherheitsabstand werden umliegende Organe, Nerven und Gefäße geschont und das Risiko einer Verletzung damit minimiert.
Der Eingriff ist für die Patienten schmerzfrei und kann ambulant erfolgen. Das entnommene Gewebe wird anschließend mikroskopisch und molekularbiologisch aufbereitet – eine sichere Diagnose ermöglicht. Anschließend kann die Behandlungsplanung beginnen.