Augen, Nase und Ohren

Assistenzsysteme machen Fahren sicherer

Wer schlecht sieht, sollte seine Augen bestmöglich versorgen. Aber auch Technik im Auto kann mehr Sicherheit vermitteln - vor allem bei schlechtem Wetter.

16.01.2019
Bei schlechter Witterung und Augenproblemen droht Gefahr.   Foto: Fotolia / petair Bei schlechter Witterung und Augenproblemen droht Gefahr. Foto: Fotolia / petair

Autofahren ist für Menschen mit Grauem oder Grünem Star und Makuladegeneration nicht leicht. Fahrerassistenzsysteme aber können helfen, den Pkw sicher durch den Verkehr zu lenken. Dazu zählt die Abstandskontrolle, die das Auffahren auf einen Vordermann verhindern oder den Fahrer wenigstens warnen soll. Auch die Fahrspur kontrollierende Systeme, die eine Lenkfunktion übernehmen, sind sinnvoll. „Diese Hilfen sind gut und zuverlässig, stoßen im Alltag jedoch immer wieder an Grenzen“, sagt Professorin Dr. med. Nicole Eter, Präsidentin der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). So können die Fahrerassistenzsysteme bei ungünstigen Sichtverhältnissen, wie etwa Nebel oder schlechtem Zustand der Fahrbahnmarkierungen in der Mitte oder am Randstreifen, versagen. „Die heutigen Systeme können zudem nicht hinreichend schnell auf akute Änderungen der Fahrsituation reagieren“, bemängelt Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Bernhard Lachenmayr, Sprecher der Verkehrskommission der DOG und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA). „Dennoch helfen sie älteren Kraftfahrern, deren Sehvermögen in der Dämmerung oder bei Nacht eingeschränkt oder stark reduziert ist“, so der Experte. Sinnvoll sei die Entwicklung leistungsfähiger Nachtsichtkameras. Auch elektronische Markierungen an der Fahrbahn, die eine Unabhängigkeit von Witterungsverhältnissen ermöglichen, so Lachenmayr. (red)