Anzeige Sport, Knochen und Gelenke

Bewegung ist Leben – auch mit künstlichen Gelenken

15.10.2018
Foto: Alex Schelbert

Priv.- Doz. Dr. med. Jan Zöllner
Leitender Arzt für Endoprothetik
Klinik für Unfall-, Hand- und
Orthopädische Chirurgie
Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken
Wiesbaden



Regelmäßige, moderate sportliche Aktivitäten wirken sich positiv auf die Lebensdauer von künstlichen Gelenken aus, wie Untersuchungen zeigen. Durch Bewegung verbessert sich das knöcherne Einwachsen des künstlichen Gelenks durch die Beanspruchung des Knochens. Daher gilt: täglich 30 Minuten Bewegung in Form von Spazierengehen, Nordic Walking, Radfahren oder Gymnastik.
Wichtig ist der Spaß an der Sportart, die man wählt, um langfristig motiviert dabei zu bleiben. Sogenannte High-Impact-Sportarten – das sind Kontakt- und Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball, Kampfsport oder Volleyball – können das Risiko, der Prothese zu schaden, erhöhen und sind daher zu meiden. Hierzu ist eine Abstimmung mit dem behandelnden Arzt immer wichtig.
Sport wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf das künstliche Gelenk aus. Er schützt vor Osteoporose, die durch Inaktivität gefördert wird. Zudem werden die koordinativen Fähigkeiten verbessert und Muskelkraft aufgebaut, was wiederum das Gelenk stabilisiert. Durch Sport werden die Bewegungssicherheit und das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des neuen Gelenks gestärkt und Bewegungsängste abgebaut.
Etwa 50 Prozent der jüngeren Patienten möchten nach der Implantation eines neuen Gelenks wieder sportlich aktiv sein, was nach einer individuellen Beratung durch den Operateur oft unproblematisch und in jeder Hinsicht empfehlenswert ist.