Mund, Zähne und Kiefer

Zähne vor Erosionen schützen

Zähne sind sehr angreifbar. Vor allem Säuren und Süßes macht ihnen zu schaffen. Mit der richtigen Ernährung kann man sie schützen.

28.09.2018
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Säuren im Mund tragen die Zahnsubstanz Schicht für Schicht ab. Vor allem an sauberen Zähnen lösen sie Mineralien aus der Zahnoberfläche heraus. Wie eine Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kiefernheilkunde beschreibt, sind daran aufsteigende Magensäure, vor allem aber saure Nahrungsmittel und Getränke schuld, selbst wenn sie nicht sauer schmecken. Dazu zählen Säfte, Saftschorlen, Erfrischungs- und Sportgetränke sowie Mineralwasser mit Geschmackszusatz, Früchtetee oder Wein – Obst (besonders Zitrusfrüchte) oder Essiggurken. Saure Lebensmittel, die viel Kalzium enthalten, sind dagegen unbedenklich, z. B. Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch. Wer viel Obst und Rohkost isst, saure Getränke trinkt oder unter saurem Aufstoßen oder Sodbrennen leidet, hat ein höheres Risiko für diese Erosionen. Anfangs verursachen sie noch keine Beschwerden. Im fortgeschrittenen Stadium können Temperaturempfindlichkeit und Verfärbungen auftreten. Die Zähne sind dann auch durchscheinend oder kürzer. Irgendwann sehen sie wie „abgeschmolzen“ aus.
Vorbeugen kann man nur durch eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten: Mineralwasser oder (zuckerfreie) Milchgetränke statt gezuckerte Säfte, Schorlen und Softgetränke. Kleinkinder sollten nicht ständig an der Früchteteetasse nuckeln.
Wer bereits Erosionen hat, sollte Saures meiden oder nur in kleinen Portionen essen oder Obst und Salat zusammen mit Milchprodukten essen, saure Getränke nicht längere Zeit im Mund halten und stattdessen Getränke mit viel Kalzium trinken, zum Beispiel Orangensaft mit Kalziumzusatz.
Unterstützend fluoridhaltige Zahnpasta und eine zinn- und fluoridhaltige Mundspüllösung verwenden. (red)

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