Mund, Zähne und Kiefer

Mit frischem Atem durch den Tag

Jeder Mensch hat seinen individuellen Duft.
Doch Mundgeruch mag niemand. Deshalb sollte man bei Verdacht schnell handeln und den Ursachen auf den Grund gehen.

23.02.2017
Auch Zahnstein sollte man regelmäßig entfernen lassen.  Foto: fotolia_homonstock

Schlechter Atem ist ein echter Beziehungskiller, den man aber leicht schachmatt setzen kann. Denn häufig entsteht Mundgeruch direkt im Mund. Verantwortlich dafür sind Billionen von Mikroben, die sich in unserer Mundhöhle tummeln. Sie ernähren sich unter anderem von Essensreste, die im Mund unangenehm riechende Schwefelverbindungen ausscheiden. Um diese Prozesse einzudämmen, hilft vor allem eine gründliche Zahnpflege, das heißt zweimal täglich putzen, Zahnseide und Zwischenraumbürsten verwenden sowie jährlich durchgeführte professionelle Zahnreinigungen. „Da sich Fäulnisbakterien bevorzugt auf der Zunge ansiedeln, sollten zusätzlich Zungenschaber zum Einsatz kommen, die die gefräßigen Eindringlinge reduzieren“, rät Zahnarzt Dr. Stephan Ziegler aus Berlin. „Weiterhin hilft es, besonders nach den Mahlzeiten ausreichend Wasser zu trinken, um den Großteil der Essensreste wegzuspülen und die geruchsproduzierenden Bakterien so auf Diät zu setzen.“ Auch das Kauen eines möglichst zuckerfreien Kaugummis hilft, den reinigenden und desinfizierend wirkenden Speichelfluss anzuregen. Kurz vor oder während eines Dates oder eines wichtigen Termins sollte man außerdem auf schwefelhaltige Lebensmittel wie etwa Eier und Käse verzichten. Auch milchhaltige Getränke wie etwa Café au lait besser meiden, sie sind ein Garant für unangenehmen Geruch.
Wer den schlechten Atem trotz sorgfältiger Pflege und Beachtung aller Tipps nicht in den Griff bekommt, sollte vorsichtshalber seinen Zahnarzt aufsuchen. Moderne Praxen bieten heutzutage eine spezielle Mundgeruch-Sprechstunde an und klären die Ursache meistens schnell. Liegt die Geruchsquelle nicht im Mund, ziehen Betroffene am besten einen Allgemeinmediziner hinzu. Denn in einigen Fällen sind auch Erkrankungen im Bereich der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Traktes schuld am Mundgeruch. (red)

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