Mund, Zähne und Kiefer

Lücken im Mund richtig füllen

Sie tun nicht weh, sehen aber hässlich aus. Die Zahnreihen wieder zu schließen, ist auch fürs Kauen wichtig und für den Erhalt der noch gesunden Zahnsubstanz.

21.08.2017
Je früher man mit den Zahnkontrollen beginnt, desto besser.  Foto: Fotolia_georgerudy

Einzelne Zähne kann man gut durch Implantate oder mit Brücken ersetzen, solange die Pfeilerzähne gesund und nicht zu sehr geschwächt sind, etwa durch eine Erkrankung des Zahnfleischs. Bis zu zehn Jahre können solche Hilfsmittel halten. Doch was tun, wenn mehrere Zähne nebeneinander fehlen oder die entstandene Lücke bogenförmig verläuft? In diesem Fall können vor allem größere Lücken durch herausnehmbare Teilprothesen gefüllt werden.

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Die richtige Prothese

Die einfachste und günstigste Variante des herausnehmbaren Zahnersatzes empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e. V. (DGZMK) die Modellgussprothese. „Diese wird mithilfe von Klammern an den noch vorhandenen Zähnen verankert. Eine Überkronung ist oft nicht erforderlich“, weiß Prof. Dr. Helmut Stark, Zahnmediziner am Universitätsklinikum Bonn. Der Nachteil für die Patienten: Die Klammeranteile bleiben sichtbar. „Für diese Patienten werden Prothesen empfohlen, die mit sogenannten Doppelkronen verankert werden“, so Prof. Stark weiter. „Hierfür müssen jedoch alle Zähne beschliffen werden, die zur Verankerung dieser Prothesenform herangezogen werden. Darauf werden Innenkronen befestigt, über die passgenaue, zahnfarbene Außenkronen geschoben werden, die wiederum mit der eigentlichen Prothese verbunden sind.“

Unsichtbare „Lückenfüller“

Die Vorteile dieser Teleskopprothese: Sie halten gut und bieten zudem die Möglichkeit einer einfachen Erweiterung, sollten weitere Zähne verloren gehen. Auch sind keine Haltelemente sichtbar. Nur selten werden die Verbindungselemente dieser Prothesen als störend empfunden. In der Regel gewöhnen sich die Patienten an diese „Verbinder“, da sich diese im weitgehend funktionslosen Bereich befinden. „Die Versorgung von verkürzten Zahnreihen, der sogenannten Freiendsituationen, kann mit klammerverankerten, mit über Doppelkronen abgestützten oder über mit Geschieben verankerten Prothesen erfolgen“, so Prof. Stark. „Geschiebe sind Konstruktionselemente, die in eine benachbarte Krone integriert werden. Alternativ können, vor allem bei einseitigen Freiendsituationen Implantate eingesetzt werden, die wiederum mit Kronen oder einer Brücke die Zahnreihe ergänzen.“ (red)