Kinder und Familie

Vitamin D für Winterbabys

In der dunklen Jahreszeit sind die Vitamin-D-Speicher besonders leer. Für Kinder, die im Winter geboren werden, empfehlen Experten daher einen Zusatz des "Sonnenhormons" - für gesunde Knochen und Zähne.

06.12.2016
Vor allem jetzt im Winter ist das „Sonnenvitamin“ knapp.  Foto: fotolia_marchibas

In Deutschland herrscht wie in vielen Ländern der nördlichen Hemisphäre Vitamin-D-Mangel. Besonders im Winter wird der Vorrat im Körper knapp, da das Vitamin fast ausschließlich in Verbindung mit Tageslicht bzw. Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet wird. Es ist für den Knochenaufbau, die Zahnbildung und die Stärkung der Muskulatur besonders wichtig. Auch schützt es die Nervenzellen im Gehirn und beeinflusst Herz und Kreislauf positiv. In der Nahrungskette kommt es dagegen kaum vor. Deshalb bekamen Kinder früher Lebertran zum Schutz vor Rachitis – eine Demineralisierung des Knochens. Denn sie befinden sich im Wachstum und brauchen das Vitamin deshalb mehr noch als Erwachsene. Zudem halten sie sich im Winter ohnehin nur kurz im Freien auf und sind dick eingepackt. Dadurch kommt nur wenig Sonne an die Haut. Es entsteht also recht schnell ein Mangel. Kinderärzte wie Dr. med. Andreas Busse aus Tegernsee raten, vor allem im Winter geborenen Kindern ab der zweiten Lebenswoche Vitamin D zuzuführen – das ganze erste Lebensjahr lang. Gestillten Kindern 500 I.E. (internationale Einheiten) in Tablettenform. Sie sollten vom Kinderarzt verordnet werden und können auf einem Teelöffel mit etwas abgekochtem Wasser gelöst und dann der Milch beigegeben werden.
Allerdings enthält auch industriell hergestellte Säuglingsnahrung fast immer zugesetztes Vitamin D. Da eine Überdosierung schaden kann, sollte der über die Nahrung noch nicht abgedeckte Bedarf ausgerechnet und dann dementsprechend in Tablettenform verabreicht werden.(red)

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