Herz und Kreislauf

Bluthochdruck im Winter öfter kontrollieren

Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße. Dadurch steigt die Infarktgefahr. Herzpatienten sollten deshalb jetzt besonders auf der Hut sein!

12.12.2017
 Foto: Fotolia / Peter Maszlen

Weit gefährlicher als eine Erkältung oder Grippe ist für uns der Bluthochdruck. Er hat im Winterhalbjahr „Saison“. Denn nach Information der Deutschen Hochdruckliga (DHL) steigt jetzt die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das 20- bis 50-Fache. Der Grund: zu hoher Blutdruck. Warum dieser im Winter ansteigt, ist noch nicht vollständig geklärt. Allerdings wurde beobachtet, dass in der kalten Jahreszeit die Herzfrequenz niedriger ist und zudem auch die Konzentration von gefäßerweiterndem Stickstoffmonoxyd abnimmt. Die Gefäße werden also enger und lassen den Blutdruck steigen. Das erhöht das Risiko für schwere Komplikationen bei Bluthochdruckpatienten. Auch Menschen mit Folgeerkrankungen des zu hohen Blutdrucks, wie Schlaganfall oder koronare Herzerkrankungen, sind betroffen.
Darum empfehlen Mediziner Bluthochdruckpatienten gerade im Winter den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und bei mehrmaligem Überschreiten des Grenzwertes von 140/90 mmHg den Arzt darauf anzusprechen. Oft kann eine Verbesserung des Lebensstils die Werte wieder in den Normbereich bringen. Denn gerade im Winter neigt man zu weniger Bewegung und kalorienreicherem Essen. Mit regelmäßigen Spaziergängen und dem ein oder anderen Stück Festtagsbraten oder Plätzchen weniger, können Hochdruckpatienten selbst dazu beitragen, ihr „Winterrisiko“ zu reduzieren. Bei manchen Betroffenen müssen jedoch auch die Medikamente an die Jahreszeit angepasst werden. In jedem Fall gilt: Um gesundheitlich nicht ins Schlittern zu kommen, ist gerade im Winter eine strikte Blutdruckkontrolle wichtig.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.hochdruckliga.de. (red)

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