Haut, Haare und Ästhetik

Was tun gegen Pigmentflecken?

Ab Mitte 30 bekommen manche Frauen plötzlich Flecken im Gesicht. Eine einzige Ursache dafür gibt es nicht. UV-Schutz aber hilft immer.

02.01.2018
UV-Licht spielt bei Pigmentflecken eine große Rolle.  Foto: Adobe Stock / Jeanette Dietl UV-Licht spielt bei Pigmentflecken eine große Rolle. Foto: Adobe Stock / Jeanette Dietl

So manche Frau bekommt nach einem Spaziergang beim Blick in den Spiegel einen Schock. Kein Wunder, denn flächig dunkle Flecken im Gesicht, die sich schmetterlingsförmig über Stirn und Wangen ausbreiten oder plötzlich die Oberlippe „zieren“, sind zwar gesundheitlich unbedenklich, entsprechen aber nicht gerade dem gängigen Schönheitsideal. Was ist passiert?

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Östrogen, Medikamente, Düfte und UV-Strahlung

Schuld an den sogenannten Melasma oder Chloasma sind Hormonveränderungen, wie sie etwa durch die Einnahme einer östrogenhaltigen Antibabypille oder eine Schwangerschaft entstehen, im Verbund mit intensiver UV-Strahlung. Vor allem Frauen zwischen dem 35 und 45 sind von solchen plötzlichen Pigmentflecken dieser Erscheinungsform betroffen.
Zwar verblassen die Flecken nach Ende der Schwangerschaft oder nach Absetzen des Hormonpräparats, verschwinden aber selten ganz. Eine Neubildung kann durch intensiven Schutz vor UV-Strahlung vermieden werden. Vor allem Frauen, die zu solchen Überpigmentierungen neigen, sollten die direkte Sonne meiden und das Gesicht besonders schützen. Im Alltag empfehlen Experten das ganze Jahr über eine Gesichtscreme mit Sonnenschutzfaktor.
Das gilt auch, wenn man bestimmte Medikamente einnimmt. Dazu gehören Mittel gegen Allergien (so genannte Antiallergika) sowie Breitband-Antibiotika. Auch bestimmte Duftstoffe auf der Haut können das Entstehen von ähnlichen Pigmentflecken fördern, darum sollte man beim Sonnenbaden besser auf Parfums und Duftöle verzichten.

Auffällige Flecken vom Arzt checken lassen

Die sogenannten „Altersflecken“ sind meist kleinere, unregelmäßige Pigmentflecken, die mit zunehmendem Alter auf von der Sonne beanspruchter Haut erscheinen. Hiervon sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen.
Am häufigsten tauchen diese Sonnen- oder Altersflecken auf Handrücken, Gesicht und Dekolleté auf.
Zwar sind auch diese Pigmentflecken zunächst unschädlich, können aber in späteren Jahren auch entarten und sollten deshalb regelmäßig per Hautkrebscheck vom Dermatologen beobachtet werden. Einer starken und frühzeitigen Entwicklung von Altersflecken kann man durch mäßiges Sonnenbaden und UV-Schutz bei langem Aufenthalt im Freien verbeugen.
Wenn man Veränderungen der Hautpigmentierung bemerkt, sollte man diese generell immer vom Hautarzt untersuchen lassen. Der Fachmann informiert auch über Möglichkeiten, die Optik bei Pigmentflecken zu verbessern und die Haut zu schützen.
In Apotheken und Drogerien gibt es Cremes, die Pigmentflecken mindern und ihre Neubildung verhindern sollen.
Zu den kosmetischen Behandlungen, die Hilfe versprechen, zählen Fruchtsäurepeeling und Laserbehandlung. (red)