Haut, Haare und Ästhetik

Tattoofarben können gefährlich sein

Die Farbgemälde auf der Haut sind heute nichts Ungewöhnliches mehr. Doch können damit auch Nanopartikel in den Blutkreislauf gelangen, die Gesundheitsrisiken bergen.

31.01.2018
Tattoos  –  ein Körperkult mit gewissen Gefahren.  Foto: Adobe Stock / Kristin Gründler Tattoos – ein Körperkult mit gewissen Gefahren. Foto: Adobe Stock / Kristin Gründler

Ob Mann oder Frau, jung oder alt – mittlerweile ist hierzulande nahezu jeder Zehnte tätowiert. Doch bei den Farben ist Vorsicht geboten. Wie neue Untersuchungen des französischen Forschungszentrums European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble zeigen, enthalten sie jedoch mal mehr, mal weniger Konservierungsmittel und Metallbelastungen mit Mangan, Kobalt, Chrom und Nickel. Und das schadet der Gesundheit.
Das Gefährliche daran: Weil die Farbpigmente nicht dauerhaft in der Haut bleiben, sondern sich in Form von Partikeln durch den Organismus bewegen, können sie sich unter anderem in den Lymphknoten ansammeln.
Laut Angaben des medizinischen Informationsdienstes Medicalpress enthält Schwarz beispielsweise Kohlenwasserstoffe, von denen einige im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. In gelben Farbstoffen wurden Spuren von Cadmiumsulfit gefunden, ebenfalls eine kritische Verbindung. Gesundheitsgefährdendes Quecksilber und karzinogenes Kobalt konnten in roter und grüner Farbe ausfindig gemacht werden. Dabei ist nicht klar, ob es sich um Nano- oder Mikropartikelmigration handelt.
Das Gefährliche an Nanopartikeln: In diesen Größenordnungen erhalten Stoffe und Verbindungen oft völlig neue chemisch-physikalische Eigenschaften. Dies führte zu einer chronischen Vergrößerung der Lymphknoten. Eine andere Untersuchung ergab, dass sowohl die „Wanderung“ dieser Stoffe als auch das langfristige Ausgesetztsein der Haut gegenüber pigmentierten Toxinen zu unerwünschten Reaktionen führen kann. (mp/red)

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