Haut, Haare und Ästhetik

Schönheits-OPs weiter im Trend

Schwere Oberlider, zu viel Bauchfett und dünne Haare - immer mehr Menschen legen sich dafür unters Messer. Gute Ärzte kennen aber ihre Grenzen und beraten ihre Kunden differenziert.

14.06.2019
Viele Frauen stören sich an ihren „Reiterhosen“.  Foto: AdobeStock / kinatarapong Viele Frauen stören sich an ihren „Reiterhosen“. Foto: AdobeStock / kinatarapong

Die Zahl der Schönheitsoperationen in Deutschland hat im vergangenen Jahr weiter zugenommen. Laut Zahlen der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) gab es im vergangenen Jahr insgesamt 32.647 operative Eingriffe im Dienste der Schönheit. Oberlidstraffungen führen mit 4369 Operationen pro Jahr die Rangliste an, gefolgt von Fettabsaugung (4322) und Brustvergrößerung (3503). „Die Figur steht weiterhin im Fokus“, sagte Verbandspräsident Dennis von Heimburg. Die Top 5 bei Frauen seien nach der Verbandsstatistik Oberlidstraffung, Fettabsaugung, Brustvergrößerung, Nasenkorrektur und Bauchstraffung. Bei den Männern, die inzwischen recht konstant 12,5 Prozent der Patienten ausmachen, rangieren die Entfernung einer vergrößerten Brust, Fettabsaugen, Oberlidstraffung, Haartransplantation und Nasenkorrektur auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Heimburg beschreibt drei Gruppen von Patienten: Junge Menschen, unter denen Frauen lange auf eine Brustvergrößerung sparen, Frauen, die Veränderungen durch Schwangerschaften an Brust und Bauch stören und Ältere, die per Facelift und Hautstraffung jünger aussehen möchten.
Für manche Operationen gibt es laut Heimburg aber Altersgrenzen und auch andere Hindernisse
– beim Fettabsaugen etwa einen zu hohen Body-Mass-Index. „Das Limit liegt bei 25 bis 27, alles darüber ist abzulehnen.“ So werde bei Verbandsmitgliedern jeder fünfte Patient, der zum Fettabsaugen komme, wieder weggeschickt. (red)

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