Haut, Haare und Ästhetik

Cellulite hat so keine Chance

Das Bindegewebe kann Wasser speichern, aber leider auch Fett. Wenn es zu schwach ist, erscheinen deshalb unschöne Dellen an Po und Oberschenkeln.

27.05.2019
Foto: Fotolia / Sofia Zhuravetc Foto: Fotolia / Sofia Zhuravetc

Der menschliche Organismus ist ein kleines Kraftwerk. Jeden Tag laufen hier unzählige chemische Reaktionen ab. Endprodukt sind meist saure Stoffwechselschlacken. Damit diese Prozesse optimal abgewickelt werden können, braucht unser Körper Säuren und Basen. Ihr gesundes Gleichgewicht garantiert einen bestimmten pH-Wert im Blut. Schwankt dieser, greifen körpereigene Regulationsmechanismen ein, um den Überschuss an sauren oder basischen Verbindungen abzupuffern. Dieser Ausgleich von Säuren und Basen läuft unter anderem über das Blut, die Lunge, die Niere, die Leber und die Haut bzw. über den Schweiß.

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Wenn die Zellen sauer werden

Doch ganz so reibungslos funktioniert unser Organismus heute nicht mehr. Denn Stress, massenhaft Kaffee, Alkohol, Fleisch und Süßigkeiten stören immer öfter das empfindliche Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen. Die Folge: Die Zellen kippen in ein saures Milieu und sind nicht mehr voll leistungsfähig. Gravierender noch: Das Bindegewebe altert schneller, sieht schlaff und welk aus. Langzeitschaden einer fortgeschrittenen Azidose: Cellulite. Glücklicherweise kann man diesen Abwärtstrend auch wieder stoppen, indem man die Säuren durch mehr basische Anteile in der Nahrung neutralisiert oder säurehaltige Nahrungsmittel gezielt absetzt.

Bilden Sie Basen!

Säuren werden vom Körper ständig selbst gebildet. Basen hingegen nur verbraucht. Sie müssen also ständig zugeführt werden. Lebensmittel, die im Körper basisch wirken sind: alle Blattsalate Keimlinge fast alle Gemüse (Achtung: Manches Gemüse verstoffwechselt sich gekocht in säurebildende Stoffe, z. B. Tomaten und Spinat), ausgereiftes Obst, Nüsse, Mandeln rohe Milch, Käse, stilles Mineralwasser.

Bewegung durchblutet

Regelmäßige Bewegung, vor allem an frischer Luft, wirkt sich ebenfalls positiv auf den Organismus und dessen Säure-Basen-Haushalt aus. So atmet man beim Sport tiefer ein und atmet dementsprechend auch mehr Kohlensäure wieder aus. Bereits ein ausgedehnter, strammer Spaziergang kann so die Säure-Konzentration im Körper deutlich reduzieren. Außerdem wird die Durchblutung angeregt. Die Blutgefäße öffnen sich. Säuren können aus Bereichen des Körpers abtransportiert werden, die man im Ruhezustand kaum erreichen könnte.
Auch regelmäßige Sauna-Besuche unterstützen die Durchblutung im Gewebe. Gleichzeitig schwitzt man so die Säuren heraus. (bibi)