Gehirn, Psyche und Verhalten

Parkinson besser behandeln

Patienten mit dieser Erkrankung brauchen meist permanent Medikamente. Wirkstoffpflaster können deren Nebenwirkungen reduzieren.

13.12.2017
Foto:  Fotolia / Zerbor

Patienten, die an Parkinson erkrankt sind, leiden vor allem unter Muskelverspannungen, langsamen Bewegungen und dem typischen Zittern, dem „Tremor“. Im späteren Verlauf kommt eine Haltungsschwäche hinzu. Die Diagnose wird meist erst gestellt, wenn zwei dieser Symptome auftreten.
Prominente Beispiele sind Papst Johannes Paul II, der Schauspieler Michael J. Fox und die Fußballtrainer-Ikone Udo Lattek. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Eine Heilung ist bislang leider noch nicht möglich. Und auch die Therapien, die zur Verfügung stehen, haben ihre Schwächen und überdies noch verschiedene unerwünschte Nebenwirkungen.
Ein Berliner Unternehmen hat nun das weltweit erste Wirkstoff-Sprühpflaster entwickelt, das den Wirkungsgrad im Vergleich zu konventionellen Wirkstoffpflastern bis um das Fünffache erhöht. Dabei handelt es sich um eine hautverträgliche, bequeme und unsichtbare Alternative zu klassischen Wirkstoffpflastern. Die bisherige Behandlung mit einem klassischen Wirkstoffpflaster führte oft zu schmerzhaften Hautreaktionen und eingeschränkter Bewegungsfreiheit.
Wirkstoffpflaster versorgen die Patienten über die Haut mit Arzneistoffen. Verwendung finden sie beispielsweise in der Schmerz- oder Hormontherapie sowie in der Behandlung der Parkinson’schen Erkrankung.
Das transparente Sprühpflaster wird einfach auf die Haut gesprüht. Innerhalb von 90 Sekunden bildet sich ein stabiler, reißfester und flexibler Film, aus dem der jeweilige Wirkstoff freigesetzt wird.
Die Anwendung ist einfach und hautschonend. Außerdem wird der Patient nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die genaue Dosierung der benötigten Wirkstoffmenge wird über einen Pumpspray-Applikator erzielt.

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(red)