Frauen- und Männergesundheit

Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig und werden deshalb kostenlos von den Krankenkassen angeboten. Ab 2018 haben Frauen hier neue Möglichkeiten.

21.12.2017
Foto: Adobe Stock / freshidea

Laut Angaben des Vereins ZERVITA e. V. erkranken rund 4700 Frauen jedes Jahr in Deutschland an Gebärmutterhalskrebs, etwa 1600 davon sterben. Rund 140.000 Frauen wird jährlich aufgrund eines auffälligen Befundes ein Teil der Gebärmutter entfernt. Dabei gibt es gegen die häufigsten krebsauslösenden humanen Papillomviren – kurz HPV – mittlerweile eine Impfung.
Zwei verschiedene Impfstoffe gibt es auf dem Markt. Beide wirken gegen die wichtigsten Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18, die für etwa 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht werden. Im kommenden Jahr wird es einen neuen neunfachen Impfstoff auf dem Markt geben, der künftig 7 der 13 Hochrisiko-Typen abdeckt, statt wie bisher nur zwei. Wann er genau kommen wird, ist indes noch unklar.
Eine weitere Neuerung betrifft die jährliche Vorsorge-Untersuchung: Ab dem kommenden Jahr können Frauen ab dem 30. Lebensjahr statt des jährlichen Abstrichs vom Gebärmutterhals alle fünf Jahre einen Test durchführen lassen, der HP-Viren im Gewebe vom Gebärmutterhals gezielt nachweisen kann. Die bisher übliche Abstrich-Untersuchung nach veränderten Zellen wird dann nur bei auffälligem HPV-Test durchgeführt. Als Alternative zu dieser neuen Screeningstrategie können Frauen aber auch weiterhin die etablierte, jährliche Abstrich-Untersuchung in Anspruch nehmen. Eine Kombination beider Screening-Strategien oder ein Wechsel vor Ablauf des Screeningintervalls ist allerdings nicht möglich. Das bedeutet, dass die Frauen sich zwischen beiden Verfahren entscheiden müssen. (red)

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