Frauen- und Männergesundheit

MRT-gesteuerte Therapie bei Myomen

Die gutartigen Gewebeknoten müssen nicht per Skalpell entfernt werden. Auch gezielte Ultraschallwellen können sie zerstören. Das alles wird mit bildgebenden Verfahren überwacht, was diese Methode noch sicherer macht.

16.03.2018
Per MRT überwachen, was der Ultraschall macht.   Foto: AdobeStock / EPSTOCK

Myome in der Gebärmutter gehen oft mit Schmerzen oder Krämpfen und verstärkten Monatsblutungen einher. Sie werden herkömmlich durch Arterienembolisation oder durch operative Entfernung der Myome (Myomektomie) oder der Gebärmutter (Hysterektomie) behandelt. Sie können aber auch durch einen genau auf das jeweilige Myom fokussierten Ultraschallimpuls erhitzt und so zerstört werden. Dabei wird die Fokussierung per Magnetresonanztomografie (MRT) überwacht. Dank der Kombination von hochintensiven Ultraschallwellen (für die Therapie) und Magnetresonanztomographie (für die Planung, Steuerung und Überwachung) kann der behandelnde Arzt in Echtzeit die Behandlung laufend kontrollieren und optimieren. Der Einsatz der Magnetresonanztomographie (MRT) ermöglicht als medizinisches Schnittbildverfahren eine gezielte Behandlung und Temperaturüberwachung in Echtzeit. Durch die Bündelung von Ultraschallwellen im Inneren des Körpers kann das Myom millimetergenau, Punkt für Punkt erhitzt werden. Das umliegende Gewebe bleibt verschont. Das Myom schrumpft, die Beschwerden klingen ab. Das neue Verfahren gilt deshalb als besonders schonend. Zudem hat diese Methode im Vergleich zu anderen Interventionen das Potenzial, die Krankenhausverweildauer zu verringern und die Rückkehr zu normalen Aktivitäten zu beschleunigen, so die Einschätzung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).(red)

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