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Minimalinvasive Chirurgie – große Vorteile durch schonendes Operieren

04.10.2017
Foto: Asklepios Paulinen Klinik

PD Dr. med. Martin Hoffmann
Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und
Minimalinvasive Chirurgie
Asklepios Paulinen Klinik



Die immer häufiger eingesetzten, minimalinvasiven Eingriffe haben in den letzten Jahren große Veränderungen in der Chirurgie bewirkt. Mehr und mehr Operationen, die „schon immer“ über große Bauchschnitte operiert wurden, können heute gewebeschonend über kleine und kleinste Schnitte durchgeführt werden. Die Vorteile dieser minimalinvasiven Eingriffe sind für den Patienten am eindrucksvollsten im Zeitraum direkt nach der Operation und der Woche danach spürbar. In vielen Fällen gelingt ein schnellerer Kostaufbau, die postoperativen Schmerzen sind deutlich geringer, der Patient kann früher und besser das Krankenbett verlassen und sich selbstständig bewegen.
Die Behandlung von Leisten- und Narbenbrüchen sowie der Refluxkrankheit (Sodbrennen) wird schon lange sehr erfolgreich minimalinvasiv durchgeführt. In den letzten zehn Jahren konnte auch für mehr und mehr bösartige Erkrankungen nachgewiesen werden, dass das Langzeitüberleben bei minimalinvasiver Operation mindestens so gut ist wie bei einer offenen Operation. Dies gilt insbesondere für den Krebs des Dick- und Enddarms sowie bei Krebserkrankungen der Speiseröhre und des Magens. Die Behandlung sollte allerdings durch einen Chirurgen mit langjähriger, nachgewiesener Erfahrung auf dem Gebiet der minimalinvasiven Chirurgie erfolgen. Patienten sollten sich nicht scheuen, gezielt nach seiner Qualifikation und Expertise auf diesem Gebiet zu fragen.