Frauen- und Männergesundheit

Jod erhöht die Fruchtbarkeit

Die Schilddrüse produziert dank des Spurenelements wichtige Hormone, die auch den Zyklus der Frau beeinflussen. Eine neue Studie belegt, wie wichtig Jod für die Familienplanung ist.

20.07.2018
Auch Schilddrüsenfehlfunktionen können schuld an ungewollter Kinderlosigkeit sein.  Foto: AdobeStock / Andrey Popov Auch Schilddrüsenfehlfunktionen können schuld an ungewollter Kinderlosigkeit sein. Foto: AdobeStock / Andrey Popov

Es wird in der Schilddrüse gespeichert und reguliert über sie die Hormone und den Stoffwechsel mit: Jod. Außerdem brauchen Kinder das Spurenelement für ihre Entwicklung. Aber Deutschland zählt nach wie vor zu den Jodmangel-Ländern. Gewässer und Böden sind hier sehr jodarm. Deshalb wird Jod in der Regel über Speisesalz und Futtermittel zugeführt. Aber das scheint noch nicht genug zu sein. Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) leidet immer noch ein großer Teil der Bevölkerung an einem Jodmangel. Und das kann für Frauen mit Kinderwunsch fatale Folgen haben. Wie das DeutscheGesundheitsPortal berichtet, haben Wissenschaftler aus den USA jetzt den Zusammenhang zwischen Jodmangel und Unfruchtbarkeit untersucht.
Dafür werteten sie Daten von 501 Frauen aus. Die Probandinnen nutzten einen Fruchtbarkeitsmonitor, um ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen, und testeten eine mögliche Empfängnis mit einem Schwangerschaftstest. Die Jodkonzentration wurde über den Urin festgestellt. Das Ergebnis: 44,3 Prozent der Frauen hatten einen Jodmangel. Bei Frauen mit einer Konzentration von unter 50 µg Jod pro Gramm Kreatinin, die als Mangel angesehen wird, reduzierte sich die Fruchtbarkeit um 46 Prozent im Vergleich zu Frauen mit Jod im Normalbereich.
Die DGE empfiehlt bei Erwachsenen im gebärfähigen Alter deshalb eine tägliche Jodzufuhr von 200 µg, bei schwangeren und stillenden Frauen noch etwas mehr.
Mehr Jod zuzuführen, könnte Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch deshalb möglicherweise helfen. Zusätzlich sollte man auf jodreiche Speisen achten. Dazu gehören vor allem Seefisch, Meeresfrüchte und Algen. Auch sollte man Speisen daheim mit Jodsalz würzen. (red)

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