Ernährung und Gewichtskontrolle

Verarbeitetes Essen erhöht das Brustkrebsrisiko

Geboren werden die meisten in einem gesunden Körper. Ob er lange so bleibt, hängt auch von der Ernährung ab. Auch mit Brustkrebs gibt es einen Zusammenhang.

01.08.2019
Wurst ist verarbeitet und enthält meist viel Fett.       Foto: AdobeStock / contrastwerkstatt Wurst ist verarbeitet und enthält meist viel Fett. Foto: AdobeStock / contrastwerkstatt

Tiefkühlpizza, Dosenravioli und Fleischwurst haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind industriell hergestellt. Und das bedeutet meist nichts Gutes, nämlich zu viel ungesunde Fette, zu viel Zucker und dazu noch jede Menge Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe.
Die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGO) und die Ärzteschaft warnen seit langem, dass verarbeitete Lebensmittel krankhaftes Übergewicht (Adipositas), Diabetes und Koronare Herzerkrankungen fördern. Französische Forscher haben vor kurzem herausgefunden, dass ein hoher Verarbeitungsgrad das Risiko speziell für Brustkrebs fördert.

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Grad der Verarbeitung entscheidet

Konkret untersuchten die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln und dem Risiko für Krebs allgemein sowie für Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs. Grundlage dafür waren die Daten der französischen NutriNet-Santé-Studie. Dabei hatten tausende Teilnehmer ihr Ernährungsverhalten erfasst. Anhand dieser Angaben konnten die Forscher 3300 Lebensmitteln ermitteln, die sie anschließend anhand ihres Verarbeitungsgrads kategorisierten.
Die Ergebnisse zeigten, dass der Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln mit einem höheren Krebsrisiko einherging. Pro Anstieg des Anteils von hochverarbeiteten Lebensmitteln in der Kost um 10 Prozent, stieg das allgemeine Krebsrisiko um 12 Prozent, bei Brustkrebs um 11 Prozent.

Frische bietet Schutz

Diese Zusammenhänge galten auch unabhängig vom Einfluss anderer Aspekte der Nahrungsqualität, die einen möglichen Einfluss auf das Krebsrisiko haben wie der Salz-, Zucker- oder Fettgehalt.
Es gibt bereits etliche Studien, die sich mit dem Einfluss der Ernährung auf das Krebsrisiko befassen. So wird bestimmten Lebensmitteln umgekehrt auch ein Schutz vor Krebs zugeschrieben. Die neue Studie zeigt nun, dass auch frische, unverarbeitete Lebensmittel einen Schutz bieten können. (red)