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Warum ein Hörtraining zum Hörgerät wichtig ist

17.11.2018
Foto: Saskia und Georg Collofong

Saskia Siegler-Koch und
Georg Collofong
Hörgeräteakustikmeister
Hörgeräte Collofong & Koch
Mainz, Saulheim und Oppenheim



Die fachgerechte Anpassung der Hörgerätetechnik ist nur ein Schritt auf dem Weg zu besserem Hören. Jeder Hörgeräteträger kann dazu beitragen, noch mehr aus der Technik herauszuholen. Mit einem speziellen Hörtraining lassen sich erstaunliche Erfolge erzielen – auf spielerische und unterhaltsame Weise. Denn inzwischen weiß man: Gutes Verstehen ist vor allem eine Sache des Gehirns. Dort werden Geräusche gespeichert und bewertet. Unwichtiges wird automatisch aussortiert. Daher kann ein Normalhörender seinen Gesprächspartner selbst an einer lauten Straße bestens verstehen – der Lärm stört nicht. Lässt das Gehör nach, gelangen jedoch weniger Informationen ins Gehirn. Dadurch werden nicht benötigte Nervenzellenverbindungen abgebaut.
Genau hier greift das Hörtraining ein: Das Gehirn lernt wieder, Geräusche und Sprache besser zu verarbeiten. Besonders das Sprachverstehen verbessert sich dadurch deutlich, um etwa 20 Prozent und mehr. Dieser Effekt kann bereits nach zwei Wochen spür- und messbarer eintreten. Auch empfinden viele Hörsystemträger Gespräche in lauter Umgebung – im Straßenverkehr oder Restaurant – nach dem Hörtraining als wesentlich entspannter.
Das Training sollte begleitend zur Neuanpassung eines Hörgeräts stattfinden. Aber auch Hörgeräteträger, die bisher mit ihren Hörsystemen unzufrieden sind, können mit dieser Trainingsmethode ihr Hören und Verstehen noch enorm verbessern.