Augen, Nase und Ohren

Mittelohrentzündung gut auskurieren

Was wie ein harmloser Infekt aussieht, kann ohne schnelle und korrekte Behandlung auf die Ohren schlagen. Vor allem Kinder sind betroffen.

17.05.2019
Foto: Fotolia / athomass Foto: Fotolia / athomass

Kinder haben öfter damit zu tun. Aber auch Erwachsene können sie sich einfangen: eine Mittelohrentzündung. Auslöser sind meist Grippe- oder Herpesviren und Bakterien gleichermaßen. Deshalb beginnt das Ganze meist mit einem Schnupfen. Dadurch wird der Kanal zwischen Nasen-Rachen-Raum und Mittelohr nicht belüftet. Erreger aus dem Mund können sich so im Mittelohr festsetzen. Wenn die Schleimhaut sich dort entzündet und ein Sekret produziert, kann aus dem Virusinfekt schnell eine zusätzliche bakterielle Infektion werden. Aber auch durch Löcher im Trommelfell können Keime über den äußeren Gehörgang ins Innere gelangen.
Typische Beschwerden einer Mittelohrentzündung sind stechende oder klopfende Schmerzen im Ohr. Geräusche von außen klingen häufig dumpf durch den vermehrten Ausfluss in der Paukenhöhle. Ein weiteres Zeichen für die Entzündung können Fieber und Abgeschlagenheit sein.
Im Mittelohr produziert die Schleimhaut als Reaktion auf die Minderbelüftung eine entzündliche Flüssigkeit, die eitrig werden kann und aufgrund der geschwollenen Ohrtrompete abfließen kann. Der Druck im Innenohr steigt und das Trommelfell kann einreißen. Der Schmerz lässt dann meist sofort nach.
In der Regel heilt der Trommelfelldefekt innerhalb von zwei Wochen problemlos aus. Bei Kleinkindern kann es zum Teil zu Fieber bis 40°C kommen, und zu den allgemeinen Beschwerden können sich auch noch unspezifische Krankheitszeichen wie Bauchschmerzen gesellen.
Bei Verdacht auf eine Mittelohrentzündung sollte man in jedem Fall zum Arzt gehen, denn ohne adäquate Therapie kann eine Hörminderung zurückbleiben. (red)

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