Augen, Nase und Ohren

Die beste Sonnenbrille für die Augen

Getönte Gläser sind noch keine Garantie für guten UV-Schutz. Doch woran erkennt man Qualität?

23.06.2017
Wasser reflektiert das Sonnenlicht besonders stark.  Foto: Fotolia_BillionPhotos.com

Sonnenbrillen haben eine wichtige Funktion: Sie sollen das UV-Licht so gut wie möglich filtern, damit die Augen lange vor Schäden verschont bleiben. Denn selbst wenn man blinzelt, so gelangt doch noch genug Licht auf die Netzhaut. Und mit den Jahren kann sich das Sehen verschlechtern.
Vom Tönungsgrad sollte man sich deshalb nicht blenden lassen. Er sagt nichts darüber aus, wie gut oder schlecht die Brille vor UV-Licht schützt. Im Gegenteil: Hat die Brille einfach nur dunkle Gläser, verengen sich die Pupillen nicht. Das Licht kann ungehindert auf die Netzhaut gelangen.
Aussagekräftiger ist das CE-Label auf dem Bügel. Es garantiert die Einhaltung der EU-Sicherheitsstandards. Der Hinweis „UV-400“ besagt, dass die Brille Sonnenstrahlen mit einer Längenwelle bis 400 Nanometer filtern. Aber auch der Blendschutz einer Brille ist wichtig. Er verringert das fürs Auge sichtbare Licht und ist in Kategorien von 0 bis 4 (siehe Brillenbügel) unterteilt. An bedeckten Tagen genügt eine Brille der Kategorie 1. Sie lässt nur 43 bis 80 Prozent des Lichtes durch. Gläser mit der Kategorie 2 filtern 60 bis 80 Prozent des Lichts und in den Bergen oder am Meer sollte man zur Kategorie 3 greifen. Brillen mit dieser Blendschutzstärke filtern 82 bis 92 Prozent des Lichts heraus. Die Kategorie 4 ist hierzulande nicht nötig. Die Brille kann ruhig groß sein und die Augen bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand hin bedecken. Denn auch von der Seite und von oben kann Licht eindringen.
Doch Vorsicht! Sonnenbrillen könnten auch gefälscht sein. Experten raten, sich beim Optiker beraten zu lassen und billige Brillen im Urlaub und am Kiosk dem Augenlicht zuliebe liegen zu lassen. (red)

Anzeige