Augen, Nase und Ohren

Brille putzen, beugt Infektionen vor

Auch wenn sie keinen direkten Kontakt zum Auge hat, so kann auch eine Brille Keime weitergeben. Ihre regelmäßige Reinigung ist deshalb wichtig.

25.03.2019
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Fingerabdrücke, Cremes, Talg, Schmutz- und Staubpartikel – auf einer Brille sammelt sich mit der Zeit so einiges an. Das behindert nicht nur den Durchblick. Man kann sich mit diesen Keimen auch eine Augenentzündung einfangen. Wer häufiger damit zu tun hat, sollte zumindest auch diese Ursache in Betracht ziehen. Denn anders als viele meinen, können nicht nur von unsauberen Kontaktlinsen Erreger in die Augen gelangen, sondern auch von einer Brille, die eigentlich keinen direkten Kontakt zum Auge hat.
Ein Forscherteam der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald hatte 31 Brillen von Studenten, Hochschulmitarbeitern und Bewohnern eines Altenheims auf Bakterien untersucht. Besonders dort, wo die Brillen Hautkontakt haben, wurden sie fündig, auf Nasenpolstern und Ohrbügeln, aber auch auf den Gläsern.
Während die Keime für Gesunde meist kein Problem sind, können sie bei immungeschwächten Menschen, zu denen auch Ältere gehören, Krankheiten auslösen, wie zum Beispiel eine Bindehautentzündung. Aber auch wenn man die Brille öfter auf- und absetzt und sich dann die Augen reibt, können diese Keime von der Hand ins Auge gelangen.
Eine regelmäßige Desinfektion der Brille ist deshalb wichtig. Denn ein Brillenputztuch allein ersetzt noch keine gründliche Reinigung. Stattdessen sollte man die Brille regelmäßig unter fließendem Wasser vom gröbsten Schutz befreien. Anschließend etwas Spülmittel zwischen die Finger nehmen und die Gläser von beiden Seiten sanft einseifen. Danach wieder mit klarem, fließenden Wasser abspülen und mit dem Brillenputztuch ohne Druck trocken reiben. Zusätzlich sollte man die Brille alle vier bis sechs Monate beim Optiker mit einem Ultraschallgerät reinigen lassen. (red)

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