Alters- und Palliativmedizin

Zurück in die Selbstständigkeit

Die Geriatrie beschäftigt sich mit den Krankheiten alter und hochbetagter Menschen. Ziel einer fachbereichsübergreifenden Behandlung ist es, dem Patienten eine Rückkehr ins heimische Lebensumfeld zu ermöglichen.

03.09.2017
Unterstützung für ein Leben in vertrauter Umgebung.  Foto: Fotolia_Robert Kneschke Unterstützung für ein Leben in vertrauter Umgebung. Foto: Fotolia_Robert Kneschke

Die Menschen werden immer älter. Und auch Erkrankungen gewinnen mit fortgeschrittenem Lebensalter oftmals eine andere Bedeutung. Häufig leiden ältere Patienten nicht nur an einer, sondern an mehreren, teils chronischen Erkrankungen, die in das diagnostische und therapeutische Konzept mit eingebunden werden müssen.
Eine rein organspezifische Medizin, die sich nur an einzelnen Krankheitsbildern orientiert, kann auf die vielschichtigen Probleme dieser Patienten nur unzureichend reagieren, denn die älteren und insbesondere die hochbetagten Patienten leiden nicht nur häufig an chronischen Krankheiten, die sich nur lindern, aber nicht mehr heilen lassen, sondern auch an den Folgen von Krankheiten.

Anzeige

Ganzheitlicher Therapieansatz

Zu den meist langwierigen Krankheitsverläufen kommen häufig soziale Probleme sowie der drohende Verlust von Mobilität und Selbstständigkeit.
Um diesen breitgefächerten Krankheitsbildern gerecht zu werden, können alte und hochaltrige Patienten in speziellen altersmedizinischen – den sogenannten geriatrischen – Kliniken vollumfassend betreut werden. Zentrum der altersmedizinischen Versorgung ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, um den vielschichtigen Gesundheitsproblemen dieser hochbetagten Patienten bestmöglich gerecht zu werden. Neben diagnostischen und therapeutischen medizinischen Maßnahmen steht deshalb insbesondere eine individuelle rehabilitative Therapie im Vordergrund, die ganz individuell auf den jeweiligen Patienten und sein Krankheitsbild zugeschnitten ist.

Interdisziplinäres Team

In einem altersmedizinischen Behandlungsteam arbeiten deshalb neben Ärzten und speziell geschultem Pflegepersonal auch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und Seelsorger.
Die ärztliche Visite steht auf einer altersmedizinischen Station daher genauso auf dem Programm wie etwa Physiotherapie, Sprachübungen oder Schlucktraining.
Ziel ist es, die Mobilität und Unabhängigkeit der Patienten soweit wieder herzustellen, dass eine baldige Rückkehr in die gewohnte Umgebung und das Lebensumfeld wieder möglich wird.

(kw/red)