Alters- und Palliativmedizin

Schutz vor Lungenentzündungen

Ohne Sauerstoff gibt es kein Leben. Deshalb sollte man seine Lunge immer gut durchlüften, sonst wird sie krank.

05.01.2018
Bewegung an frischer Luft hält die Lunge fit.   Foto: Fotolia / Julief514

Lungenentzündungen gehören zu den häufigsten Komplikationen bei älteren Krankenhauspatienten ab 60 Jahren: Bei schwerem Verlauf stirbt etwa jeder zehnte an den Folgen der sogenannten Pneumonie. Hohes Alter, Mangelernährung und Bettlägerigkeit erhöhen das Risiko für eine Infektion der Atemwege um ein Vielfaches. Wird die Lungenentzündung zu spät erkannt, schwebt der Patient in Lebensgefahr. Zum internationalen Tag der älteren Menschen 2017 Anfang Oktober erklärten Experten der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), wie Angehörige ihren älteren Verwandten dabei helfen können, während des Krankenhausaufenthalts eine Lungenentzündung zu vermeiden.
Lange Bettlägerigkeit – etwa nach einem Sturz oder einer Operation – kann bei Senioren eine Lungenentzündung begünstigen. Im Liegen atmen sie flacher als in aufrechter Position. Zudem haben sie Schwierigkeiten beim Abhusten, sodass die tieferen Bereiche der Lunge nicht ausreichend „durchlüftet“ werden und sich Schleim in den Bronchien ansammelt. Ist das Immunsystem zusätzlich durch das Alter oder eine Mangelernährung geschwächt, nisten sich schnell Bakterien auf diesem Nährboden ein. Auch wenn Senioren sich beim Essen oder Trinken verschlucken, können Fremdkörper in die Lunge gelangen und dort eine Entzündung auslösen. So kann man vorbeugen: Patienten häufig umlagern, aufsetzen oder beim Aufstehen helfen. Das Zimmer regelmäßig lüften und Atemübungen machen. Atemtherapiegeräte öffnen die Bronchien und lockern zähen Schleim. (gp/red)

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