Alternative Heilmethoden

Orthomolekulare Darmsanierung

Viele Beschwerden, Störungen oder sogar Krankheiten haben ihren Ursprung im Darm. Naturheilkundige schwören auf eine Therapie mit orthomolekularen Nährstoffen.

15.10.2018
Gute Bakterien und Nährstoffe dichten die Darmwand wieder ab.  Foto: AdobeStock / pixeljack Gute Bakterien und Nährstoffe dichten die Darmwand wieder ab. Foto: AdobeStock / pixeljack

Ein gut funktionierender Darm ist ein perfektes, aber empfindliches Ökosystem. Eine einseitige Ernährung mit wenig Ballaststoffen, mangelnde Bewegung, unregelmäßige Mahlzeiten und häufige Antibiotika-Einnahmen können die Darmflora mit ihren 100 Billionen Bakterien, unter denen es bis zu 2000 verschiedene Arten gibt, gehörig durcheinanderbringen. Nicht zuletzt machen auch Angst, Stress und Ärger dem Verdauungsorgan schwer zu schaffen. Das wiederum kann auch die körpereigene Abwehr schwächen, denn 80 Prozent der Immunzellen eines Menschen sitzen im Darm.

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Durchlässige Darmwand

Die Folgen reichen von Reizdarm, Verstopfungen und Durchfällen bis hin zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie beispielsweise Fruktose- und Histaminintoleranz. Bildet sich zwischen den Darmzellen, die normalerweise dicht verschlossen sind, ein Loch, ein sogenanntes Leaky-Gut-Syndrom, gelangen Stoffe durch die Darmwand in den Blutkreislauf, die diese Barriere normalerweise nicht überwinden könnten. Hefepilze, wie z. B. Candida albicans, können sich ausbreiten und das Darmklima nachhaltig vergiften.

Fehlende Nährstoffe ergänzen

Naturheilkundler setzen hier auf eine Orthomolekulare Darmsanierung (ODS). Grundlage ist ein Aufbauprogramm für wichtige Moleküle bzw. Nährstoffe. Dazu zählen Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren. Sie werden in höherer Konzentration zugeführt, im Rahmen einer hypoallergenen, orthomolekularen Therapie (hoT).
Laut der „Wohlfühlstudie“ der Universität Göttingen erreicht man nach drei Monaten hoT zum Beispiel eine langfristige Resistenz gegen Pilze und andere krank machende Keime. Auch die Anzahl der Virusinfektionen reduzierte sich dadurch um 95 Prozent. Schmerzsyndrome zu 70 bis 80 Prozent, in Hinblick auf Stärke und Häufigkeit. Die Behandlung erfolgt in drei Schritten und erstreckt sich über 12 Wochen. (red)

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